LUCAN  15.10.1998 - 26.03.2010

 

 

 

 

 

 

 

Lucan wurde im Oktober 1998 geboren, leider wissen wir es nicht ganz genau, da er als Fundtier ins Tierheim kam.Er wurde einfach im Dezember, mit 8 Wochen über den Zaun geworfen , eine Kollegin fand ihn ganz ängstlich im Hof des Tierheims.Sein Spitzname am Anfang war der " Zaunkönig".Er war überseht mit blauen Flecken und hatte am Kopf eine rießen Beule, wir waren uns sicher, er sollte erschlagen werden.Als ich ihn am nächsten Tag sah, brach es mir fast das Herz, wie konnte man nur einen so kleinen Kerl so etwas antun.Was sind das für Menschen, die Lebewesen wie Müll entsorgen?

 

Als unsere Tierärztin ihn untersuchte, meinte sie, er habe nicht viel Chancen zu überleben und überlegte ob sie ihn nicht gleich erlösen sollte.

Wir hatten damals noch unsere Fila,eine Schäferhündin und ich dachte mit keiner Silbe daran mir einen zweiten Hund anzuschaffen. Aber der kleine tat mir leid und so entschlossen wir ,es zu versuchen.So kam Lucan in unser Leben,ein kleines geschundenes Wesen, voller Angst in den Augen.

Mit viel Liebe und Geduld, vielen Tierarztbesuchen entwickelte er sich zum Wunder aller einfach prächtig.Lucan wuchs zu einem guten und absolut problemlosen Hund heran.Er mag jeden Menschen und jedes Tier, ist freundlich und voller Lebenslust.

Heute nachdem Lucan 10 Jahre alt ist, kann ich nur sagen er ist ein wunderbarer Hund, der uns sehr viel Freude macht.Wir lieben ihn so wie er uns liebt, er ist ein treuer Kamerad und bester Freund geworden.Natürlich merkt man ihm an, das er langsam alt wird, die Knochen machen ihm manchmal zu schaffen, dennoch liebt er es auf der Wiese nach Mäusen zu graben und unsere, wenn auch nun kürzer werdenden Spaziergänge, die er immer noch eindringlich fordert.Er schwimmt für sein leben gern und oft muß ich nun im Winter aufpassen, das er nicht doch ins Wasser springt.

 

 

 

 

                                                                                                                                      Lucan 2005

 

Wir lieben unseren Lucan und hoffen das er uns noch ein paar Jahre seiner Liebe schenkt.

 

 

 

 

 

 

 

Lucan 4 Monate alt

 

 

 

 

 

Lucan März 1999

 

 

 

 

 

 

Update vom 04.09.2009

 

Unser Süßi Düßi wird langsam alt,schon lang ist er nicht mehr unsere Freßmaschiene.Jeden Morgen muß ich ihn bitten etwas zu fressen,ein Glück das es tagsüber dann immer besser wird.Aber auch seine Kondition wird immer weniger,nach einer halben Stunde laufen ist er fix und fertig,aber was soll´s,mein Tempo habe ich ihm schon lang abgepaßt und schließlich feiert er ja auch bald seinen 11.Geburtstag.

 

 

 

Ein Nickerchen auf der Terasse und natürlich auf der Bank,wo sonst....

 

Update 25.01.2010

Vor zwei Wochen war ich mit Lucan bei unserem Tierarzt.Er frißt schlecht und auch sonst merkte ich ,das mit ihm etwas nicht stimmt.Ich machte mir Sorgen zumal unser Freßsack immer mehr abnimmt.

Beim Röntgen stellten wir ein ziemlich großes Herz(es liegt schon auf dem Brustkorb auf) und kleinere Verkalkungen im Lungengewebe fest, die aber lt. Aussage der TÄ altersbedingt normal wären.

Da wir sonst nicht feststellen konnten,entschlossen wir uns noch zum Ultraschall der inneren Organe-wenn schon denn schon.Milz,Magen,Galle, Nieren,Darm alles bestens, aaaaaber die Leber......

Ansich schaute sie nicht schlecht aus(muß mich immer auf den TA verlassen,denn Ultraschallbilder sind für mich böhmische Dörfer..) aber in der Leber befindet sich eine ca. 1- 1,5 cm große Veränderung,die einen Tumor nicht ausschliesen.Ich war wie vor dem Kopf geschlagen,Lucan hatte einen Lebertumor????

Die TÄ riet mir, nicht gleich in Panik zu verfallen,es könnte auch eine ungefährliche Veränderung sein,denn Lucan hatte ja schon immer Leberprobleme.Nun müssen wir Mitte Februar nocheinmal eine Sono machen um zu schauen inwieweit sich dieses ETWAS eventuell verändert hat.

Sollte es größer geworden sein besteht Handlungsbedarf , indem die Leber punktiert werden muß (mein armer Düsi...) sollte sich herausstellen,das es ein Tumor ist,könnte man operieren,aber es müßte ein kompletter Leberlappen entfernt werden......eine Horrorvorstellung für mich und vor allem für Lucan.Würde das mein Opi noch aushalten....Fragen über Fragen...die ich leider warscheinlich erst in ein paar Wochen beantwortet bekomme.Ich habe so schreckliche Angst um Lulu......

 

 

Lucan bei seinem Mittagsschläfchen auf dem Sofa..... wo sonst.....

(Er sieht so alt aus ,mein Opa, ich hab so Angst um ihn......:-(((   )

                                      -------------------------------------------------------

Es ist das eingetreten,wovor ich mich am meisten gefürchtet hatte.Lucan hatte einen Milztumor,ein sogenanntes Hämangiosarkom. Trotz das ich ihn im Januar und im Februar einer Ultraschalluntersuchung unterzogen hatte,aus Angst vor diesem Milztumor,konnte da noch nichts festgestellt werden.

Diese Tumorart hat aufgrund seiner Neigung zur Metastasierung und Ruptur ein hochmalignes biologisches Verhalten und ist eines der bösartigsten Sarkomen bei Hunden.

22.03.

Ich habe einen Termin in der Tierklinik,weil Lucan furchtbar viel trinkt.Sein Bäuchlein ist etwas dicker wie sonst und ich mache mir Sorgen.Vielleicht hat er einen Diabetes insipitus und darauf werde ich ihn testen lassen.Ich gebe Urin ab,der TA schaut Lucan nur oberflächig an und meint ,wir müssen auf das Ergebnis warten.

24.03.

Lucan wirkt schlapp und trinkt Unmengen an Wasser,irgendetwas stimmt nicht mit ihm,ich spüre es und bitte den TA ihn zu röntgen.Das Ergebnis ist ernüchternd und niederschmetternd zugleich,es ist ein Tumor in der Milz....niemand ,auch nicht der TA merkt,das der Tumor schon geplatzt war....

 

26.03.

Lucan geht es nicht gut und ich rufe in der Tierklinik an und bitte um einen Sono Termin,ich spüre das wir etwas übersehen.Ich darf sofort kommen.Auf dem Ultraschall sehen wir Flüssigkeit im Bauchraum....es ist Blut...der Tumor war geplatzt.

Und nun wird einiges klar,das viele Trinken von Lucan.....wie lange lief er schon mit einem geplatzten Tumor im Bauch herum......???Wieviel Schmerzen hat er aushalten müssen....???

Leider gab es nur noch zwei Möglichkeiten,Lucan in der Klinik lassen damit sie ihn für die OP stabilisieren können oder ihn wieder mit Heim nehmen und am Abend den TA kommen lassen....Es war die schwerste Entscheidung die man sich vorstellen kann,aber ich wollte nichts unversucht lassen und somit mußte ich Lucan in der Klinik lassen.....

Bei der OP wurden Metastasen in der Leber festgestellt.......

 

Mein süßer Lucan,ich weiß noch immer nicht ob es die richtige Entscheidung war Dich gehen zu lassen,vielleicht hätte es noch Möglichkeiten gegeben....viele Hunde leben mit Metastasen noch über ein Jahr,weil sie bei alten Tieren nicht mehr so schnell wachsen...oder haben wir Dir viel Leid und Schmerz erspart...? Ich weiß es nicht und diese Ungewißheit frißt mich langsam auf und ich finde einfach keine Ruhe.

Auch jetzt noch,7 Monate nach deinem Tod ....Du fehlst mir einfach,Du warst ein Teil von mir und ich fühle mich nicht mehr komplett....

 

 

 

 

 

 

 

Top

Lucan und Bino © 2009 | lulubini@msn.com